05. Mai 2026
Europäischer Protesttag der Menschen mit Behinderung
Der Europäische Protesttag für Menschen mit Behinderung findet jährlich am 5. Mai statt und setzt ein Zeichen für Gleichstellung, Inklusion und Barrierefreiheit.
Hintergrund und Geschichte
Der Protesttag wurde 1992 von der Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland ins Leben gerufen, inspiriert von der US-amerikanischen Behindertenbewegung. Ziel war zunächst die rechtliche Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen. Heute richtet sich der Tag vor allem darauf, auf Diskriminierung, fehlende Inklusion und Barrieren im Alltag aufmerksam zu machen.
Bedeutung und Ziele
In Deutschland leben über zehn Millionen Menschen mit einer anerkannten Behinderung, EU- weit sind es rund 87 Millionen.
Der Protesttag macht auf die ungleiche Teilhabe in Bildung, Arbeit, Freizeit und politischer Partizipation aufmerksam. Er fordert die Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention (UN-BRK),
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Themen und Forderungen
Der diesjährige Protesttag 2026 steht unter dem Motto
"Menschenrechte sind nicht verhandelbar“.
Wichtige Forderungen umfassen:
Barrierefreiheit in öffentlichen Gebäuden, Verkehrsmitteln, Arztpraxen, Restaurants und digitalen Angeboten.
Inklusion in Bildung und Arbeitsmarkt, z. B .bessere Rahmenbedingungen für inklusive Schulen, und die Einhaltung der Beschäftigungspflicht für Schwerbehinderte